• Modellbasierte und bedarfsgerechte Netzwerkkonfiguration für Netzwerke der Automatisierung und Telekommunikation

  • Motivation

    In naher Zukunft strebt die Industrie eine weitgehende Flexibilisierung von Produktionsprozessen an: So sollen beispielsweise Produktionsaufgaben über Firmengrenzen hinweg dynamisch verteilt und die damit einhergehende Auftragsabwicklung automatisiert werden. Dazu ist eine flexible Kommunikation zwischen unterschiedlichsten Werkzeugen nötig – von bürobasierten Tools zur Ressourcenplanung im Unternehmen bis hin zur zeitkritischen Kommunikation von Komponenten in der Fertigung. Die einzusetzenden Kommunikationssysteme müssen dabei u. a. hohen Anforderungen an die Sicherheit und Echtzeitfähigkeit genügen. Kommunikationsnetzwerke der Zukunft benötigen aufgrund der ständig wechselnden Anforderungen auch eine extrem hohe Flexibilität bei der Ausgestaltung der Kommunikationsbeziehungen zwischen den Netzwerkteilnehmern.

  • Ziele und Vorgehen

    Erreicht wird diese Flexibilität indem die physische Netzwerkstruktur sowie bestimmte Netzwerkfunktionen – beispielsweise die Errichtung einer Firewall an einer beliebigen Stelle im Netzwerk – über Software dynamisch gesteuert werden können. Ziel im Projekt MONAT (Modellbasierte und bedarfsgerechte Netzwerkkonfiguration für Netzwerke der Automatisierung und Telekommunikation) sind also Vernetzungslösungen, die diese neuen, softwarebasierten Techniken für eine sichere und verzögerungsarme Kommunikation einsetzen. Gerade für kleinere Unternehmen sowie Endanwender sind solche Technologien anfangs oft schwer zu handhaben. Im Forschungsprojekt werden deshalb geeignete Konfigurationsabläufe und Wartungsstrategien entwickelt. Insbesondere wird die sichere, zeitkritische Maschine-zu-Maschine-Kommunikation erforscht. Die Lösung soll den hohen Anforderungen an Sicherheit, Echtzeitfähigkeit und Zuverlässigkeit in künftigen industriellen Netzen gerecht werden. Die Herausforderung besteht neben Konzeption und Entwicklung darin, die Komplexität solch softwarebasierter Netzwerke bei Einführung und im Betrieb gering zu halten.

  • Innovationen und Perspektiven

    Für die intelligente, vernetzte Produktion (Industrie 4.0) ist die Integration neuer Technologien – wie softwarebasierter, echtzeitfähiger Netzwerke – von entscheidender Bedeutung. Durch die zunehmende Flexibilisierung und Automatisierung wird eine variantenreiche Fertigung ohne manuelles Eingreifen in das Produktionssystem möglich. Dabei spielt eine nahtlose Integration des Datenflusses von der Fertigung bis zur Ressourcenplanung eine entscheidende Rolle. Insbesondere mittelständischen Betreibern künftiger Netzwerke, die auf den im Projekt angestrebten Ergebnissen beruhen, bietet sich so ein Technologievorsprung. Damit können Arbeitsplätze gesichert und weiteres Wachstum generiert werden.

  • KMU-innovativ

    Mit der Initiative "KMU-innovativ" hat das BMBF eine "Überholspur" für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) eingerichtet. KMU können ihre Projektideen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien in Halbjahresabständen zu bestimmten Stichtagen einreichen und werden durch vereinfachte Förder- und beschleunigte Bewilligungsverfahren bevorzugt gefördert. Ziel ist es, Innovationsrisiken für die KMU abzufedern und KMU mit Spitzenleistungen im Hightech-Bereich zu unterstützen.

Projektdaten

  • Gefördert vom: Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Projektträger: Projektträger
  • Projektlaufzeit:

    01.01.2018 - 30.06.2020

  • Bekanntmachung:

    KMU-innovativ